Ein musikalisches Märchen
Es war einmal eine Fagottistin, die zusammen mit zwei
(Klari-)netten Kollegen ein Bläsertrio gründete. Die drei verstanden sich
gut, und ganz besonders liebten sie es, nach den Proben gemeinsam
thailändisch essen zu gehen. Sie hatten viele schöne Konzerte zusammen,
und das Publikum war begeistert. Zur klanglichen Bereicherung nahmen sie
eines Tages noch eine Pianistin in ihr Ensemble auf und luden sich auch
immer wieder musikalische Gäste ein. So probten und konzertierten sie
mehrere Jahre, und die ersten Erfolge stellten sich ein. Der Spieltrieb
erwies sich bald als hochgradig ansteckend: im Laufe der Zeit gesellten
sich auch noch weitere Klarinettisten, ein Flötist, ein Oboist und eine Hornistin zum Ensemble, und die
Spielmöglichkeiten wurden immer vielfältiger. In regelmäßigen Abständen
wurden in einem idyllischen Ferienhaus an der dänischen Nordseeküste
Arbeitsphasen abgehalten, und so entstanden viele interessante
Konzertprogramme (daß sie dort öfter Doppelkopf als Doppelbauer spielten, ist
ein böswilliges Gerücht!!!)
So wurden sie schließlich berühmt und
reisten um die ganze Welt (den thailändischen Koch nahmen sie natürlich
mit). Bald kannte jedes Kind in New York, Sydney, London, Wien, Paris,
Reykjavik, Amsterdam und Schnackenwerth den Komponisten Josef Friedrich
Doppelbauer, und viele konnten sogar sein charakteristisches Fugenthema
pfeifen. Kein Konzertsaal und kein Kinderspielplatz war mehr sicher vor dem Ensemble
Spieltrieb, und in Thailand wurde allmählich das Kokosnußcurry knapp. So lebten, tafelten und musizierten sie fröhlich vor sich hin,
und wenn sie nicht gestorben sind, dann spielen sie noch heute...